Verbreitung und Lebensraum
Der Verbreitungsschwerpunkt des Dreizehenspechtes ist die boreale Zone. Er ist ein typischer Bewohner des autochtonen Fichtenwaldes: lichte, reichgegliederte Altholzbestände mit hohem Totholzanteil.
Bestandsentwicklung
Bis ins 19. Jh. gab es im Schwarzwald ein regelmäßiges Vorkommen, dann galt die Art als ausgestorben. Seit 1982 werden im Süd- und Nordschwarzwald wieder Dreizehenspechte beobachtet. Seit 1990 werden alljährlich Bruten oder zumindest Brutversuche beobachtet. Ein rascher Populationsanstieg ist bei Insektenkalamitäten zu erwarten.
Ernährung
Hautnahrung sind rindenbrütende Borkenkäfer, insbesondere Larven und Puppen (daneben Spinnen, Dipteren und zahlreiche Käferarten). Daraus ergibt sich die Bindung an Wälder mit hohem Anteil von Fichten-Totholz.
Schutzstatus
- Rote Liste Deutschland: Kategorie R, d.h. extrem selten
- Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie 1, d.h. vom Aussterben bedroht
- Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG: besonders geschützte Art
- Berner Konvention: streng geschützte Art
- EG-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Anhang I (mit 1. Änderung: Richtlinie 79/49/EG)
- Bundesartenschutzverordnung BArtSchV in Anlage 1, d.h. streng geschützt
Jahreszeitliches Auftreten
Der Dreizehenspecht ist ein ausgeprägter Standvogel. Die Altvögel verlassen die mitteleuropäischen Brutgebiete in der Regel auch im Winter nicht.
Der Dreizehenspecht zeigt eine auffallend geringe Scheu (oft ist eine Annäherung bis auf wenige Meter möglich).