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Raufußkauz (Aegolius funereus)


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Verbreitung und Lebensraum
Das Vorkommen des Raufußkauzes als Bewohner der borealen Nadelwälder ist in Baden-Württemberg auf den Schwarzwald, die Schwäbische Alb und den Odenwald beschränkt. Er ist an strukturreiche, wendig zersplitterte Altbestände mit ausreichendem Höhlenangebot gebunden. Wichtige Habitatstrukturen für den Nahrungserwerb sind Schneisen, kleine Lichtungen, Waldränder und Dickungen. Für seine Brut ist er auf Höhlen des Schwarzspechtes angewiesen, nimmt aber auch gerne Nistkästen an. Die Populationen der europäischen Gebirge und Mittelgebirge stehen untereinander in Kontakt.

Bestandsentwicklung
Aus dem früheren Vorkommen im Schwäbischen Wald kann geschlossen werden, dass bis zur Mitte des 20. Jh. eine größere Verbreitung vorlag. Der Raufußkauz unterliegt starken Bestandsschwankungen, die vom Nahrungsangebot abhängig sind.

Ernährung
Er ernährt sich von Kleinsäugern, in sehr geringem Maße auch von Vögeln bis Drosselgröße. Er reagiert auf Gradationen (Massenvermehrungen) von Kleinsäugern empfindlicher als der ökologische vergleichbare Sperlingskauz.

Schutzstatus

  • Nicht jagdbare Art
  • Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie 2, d.h. stark gefährdet
  • Berner Konvention: streng geschützte Art
  • Bundesnaturschutzgesetz BNatSchG: vom Aussterben bedrohte Art
  • Bundesartenschutzverordnung BArtSchV: besonders geschützt
  • Europäische Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/79 – Anhang A
  • EG-Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Anhang I (mit 1. Änderung: Richtlinie 79/49/EG)

Jahreszeitliches Auftreten
Der Raufußkauz ist ein Jahresvogel, der in nahrungsarmen und schneereichen Jahren auch außerhalb seines Brutreviers anzutreffen ist.

Sozialverhalten
Vom Raufußkauz sind Zweitbruten bekannt. Auch wurde nachgewiesen, dass einzelne Männchen mit zwei Weibchen gleichzeitig zwei Bruten aufziehen.