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Haselhuhn (Bonasa bonasia)


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Verbreitung und Lebensraum
Das Haselhuhn ist eine hauptsächlich in der borealen Zone, aber auch in der gemäßigten Zone verbreitete Art. Es bevorzugt dichten, artenreichen und jungen Wald in Verzahnung mit strukturreichen lichteren Partien und ist zudem an kätzchentragende Laubbäume (Erle, Birke, Hasel) als Winternahrung gebunden. Für Baden-Württemberg liegen nur sporadische Einzelmeldungen aus dem Schwarzwald vor.

Bestandsentwicklung
Nach starken Rückgängen in den letzten Jahrzehnten ist die Bestandessituation im Schwarzwald bedrohlich. Eine Hochrechnung sämtlicher Nacheise zwischen 1992 und 1997 bestätigt gerade noch 85 Haselhuhnvorkommen, seither ist die Tendenz weiterhin abnehmend. Einen positiven Effekt könnte, bei entsprechender waldbaulicher Behandlung, die Entwicklung der Kahlflächen nach den Stürmen von 1990 und 1999 haben.

Ernährung
Die Sommernahrung besteht aus Bodenvegetation, Knospen, Beeren, Trieben und Samen, während die Winternahrung nur aus Knospen und Kätzchen von Weichlaubhölzern und Sträuchern besteht.

Schutzstatus

  • Jagdbare Tierart nach Bundesjagdgesetz BJG mit ganzjähriger Schonzeit
  • Rote Liste Deutschland: Kategorie 3, d.h. gefährdet
  • Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie 1, d.h. vom Aussterben bedroht
  • Berner Konvention: geschützte Art
  • Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Art des Anhangs I, d.h. in Schutzgebieten zu schützende Vogelart, außerdem in Anhang II geführt
  • Verordnung über den Schutz von Wild BWildSchV - Anlage 5


Haselhuhn