Verbreitung und Lebensraum
Der Habicht kommt im Schwarzwald bis in die höheren Lagen vor. Bevorzugt werden lichte Nadel- und Mischwälder in einer abwechslungsreich gegliederten Landschaft. Horst-Standorte liegen v.a. in den Randzonen größerer Altholzbestände und an Schneisen (Horste finden sich sowohl im Laub- als auch auf Nadelbäumen).
Bestandsentwicklung
Starker Rückgang in den 1950er und 1960er Jahre (Umweltgifte und Verfolgung): ab Anf./Mitte der 1970er Jahre Bestandserholung; heute mehr oder weniger flächendeckend verbreitet (in sehr unterschiedlicher Dichte).
Ernährung
Die Nahrung besteht überwiegend aus Vögeln von der Größe eines Stars bis zur Größe des Auerhuhns (v.a. Tauben, Drosseln und andere Singvögel, Eichelhäher); daneben Säugetiere (Mäuse, Feldhasen, Eichhörnchen, usw.), sowie ausnahmsweise Insekten.
Schutzstatus
- Jagdbare Tierart nach Bundesjagdgesetz BJG mit ganzjähriger Schonzeit
- Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie V, d.h. schonungsbedürftige Art
- Berner Konvention: streng geschützte Art
- Washingtoner Artenschutzabkommen Anhang II
- Europäische Artenschutzverordnung (EG) Nr. 338/79 Anhang A
Der Habicht wird häufig als Beutegreifer von Raufußhühnern angesehen. Doch gerade in Gebieten mit dem Vorkommen von Auerhuhn und Haselhuhn bestehen keine genaueren Kenntnisse über die Bestandsdichte von Habichten. Daher ist es besonders wichtig, sichere Nachweise von Habichten im Schwarzwald zu erfassen.
