Verbreitung und Lebensraum
Das Auerhuhn ist eine in der borealen Zone, aber auch in den Mittelgebirgen der gemäßigten Zone verbreitete Vogelart. Hauptvorkommen in Baden-Württemberg in den Hochlagen des Schwarzwaldes, daneben ein geringes Restvorkommen im württembergischen Allgäu. Das Auerhuhn ist an große zusammenhängende Nadelholz-Mischwälder mit lichten, stufigen Waldstrukturen und gut entwickelter Bodenvegetation, v.a. Heidelbeere gebunden.
Bestandsentwicklung
Starker Rückgang seit der Jahrhundertwende bis zu einer Stabilisierungsphase in den 1980er Jahren. 1998 wurden 315 Auerhühner an 100 Balzplätzen im Schwarzwald gezählt. Ein weiterer Rückgang ist Ende der 1990er Jahre zu verzeichnen.
Ernährung
Auerhühner ernähren sich überwiegend pflanzlich. Tierische Nahrung, v.a. Insekten, spielt nur bei der Kükenaufzucht eine gewisse Rolle. Von Frühjahr bis Herbst sind Pflanzenteile der Bodenvegetation, insbesondere die Heidelbeere bevorzugte Nahrung (Beeren, Knospen, Blüten, Blätter und Stängel). Die Heidelbeere bietet daneben auch Deckung vor Feinden sowie Schutz vor Wind und Wetter. Im Winter werden fast ausschließlich Koniferennadeln von Spirke, Kiefer, Tanne, Fichte u.a., im Herbst vor allem Lärchennadeln aufgenommen.
Schutzstatus
- Jagdbare Tierart nach Bundesjagdgesetz BJG mit ganzjähriger Schonzeit
- Rote Liste Deutschland: Kategorie 1, d.h. vom Aussterben bedroht
- Rote Liste Baden-Württemberg: Kategorie 2, d.h. stark gefährdet
- Berner Konvention: streng geschützte Art
- Vogelschutzrichtlinie (79/409/EWG): Art des Anhangs I, d.h. in Schutzgebieten zu schützende Vogelart, außerdem in Anhang II und III geführt
- Verordnung über den Schutz von Wild BWildSchV - Anlage 5
Jahreszeitliches Auftreten
Jahresvogel und sehr standortstreu.
